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Manche Dinge, die schmerzhaft sind, gehören zum Leben dazu, sind unabänderbarer Teil unseres Daseins. Weil wir im Grunde wissen, dass dies so ist, fühlen wir uns machtlos, hilflos, ausgeliefert. Dies lässt uns Gefahr laufen in einen Strudel von negativen Gedanken und Hoffnungslosigkeit zu geraten. In der akuten Phase bedarf es deshalb der Stabilisierung und der Zurückgewinnung von Sicherheit.

​Allein ist es oft schwer, sich von destruktiven Gedankenmustern zu lösen und hin zu einer konstruktiven Auseinandersetzung zu finden. Diese Prozesse brauchen Zeit und immer wieder Impulse in eine positive Richtung. In solchen Lebensphasen ist eine unterstützende Begleitung hilfreich, die verständnisvoll zuhört, Raum für Emotionen gibt und ganz behutsam den Blick nach vorne, zu einer neuen oder geänderten Perspektive öffnet. Hier gibt es keinen Zeitdruck. Wichtig ist, dass die Gefühle wie Trauer und Schmerz ihren Weg nach außen finden. Dadurch erfährt das gesamte System eine Entlastung.

Bei allem Schmerz und Leid beinhalten diese Lebenskrisen die größten Chancen zur Veränderung und zum Wachstum. Die herausfordernden, schwierigen Situationen führen uns von der Oberfläche weg zu tieferen, grundlegenden Fragen des Lebens, die wir für uns selbst beantworten dürfen. Zum Beispiel: "Lebe ich das Leben, das ich leben möchte?" Aus der Frage "Warum ich?" kann werden "Was will mir das Leben damit sagen?" - "Wie gehe ich damit um?" - "Was mache ich daraus?" Aus der durchlebten und tatsächlich gemeisterten Krise geht man mit mehr Selbstvertrauen und gestärkt hervor.